Everspace 2 im Test: Freelancer trifft Diablo - auch auf PS5 ein Brett! (2024)

Auch auf die Gefahr hin, wie ein alter Sack zu klingen: Für mich geht bis heute nix über Freelancer. Kein anderer Space-Shooter hat mich seither wieder so gefesselt, mich so in eine Galaxie eintauchen lassen, dass aus Tagen schnell Wochen wurden. Auf Everspace 2 habe ich darum riesige Hoffnungen gesetzt: Hat das 20 Jahre alte Freelancer endlich einen würdigen Erben? Ich finde: nicht ganz. Aber es ist nahe dran! Denn Everspace 2 hat mir im Test einen Heidenspaß gemacht. Wer einen unkomplizierten Space-Shooter mit motivierender Loot-Mechanik sucht, findet derzeit nichts Besseres. Und auch der Umfang kann sich sehen lassen, denn das Spiel ist mit jedem Early-Access-Update kräftig gewachsen. Allein 30 Stunden für die Hauptquest soll man laut Entwickler Rockfish Games einplanen, und wer wirklich jeden Schatz entdecken, jede Aufgabe lösen und jeden Winkel erkunden will, legt mindestens das Doppelte drauf: Ich habe fast 50 Stunden in das fertige Spiel gesteckt, die Story abgeschlossen, viele Nebenquests abgehakt, das Endgame ausprobiert und jede Menge Locations erkundet - und es gäbe immer noch einiges zu tun.

Was mir besonders gefällt: Für 45 Euro bekommt ihr nicht nur ein dickes Sci-Fi-Paket, es ist auch eines, das zur Abwechslung mal keine Online-Sperenzchen wagt: Es gibt keinen Koop, keinen Multiplayer, keinen Ingame-Shop oder Miktrotransaktionen. Die reinste Wohltat! Stattdessen bekommt ihr ein ausgewachsenes, modernes Singleplayer-Abenteuer, das sich - dank langem Early Access - auch technisch ausgereift präsentiert.

Update: Jetzt auch mit Wertung zur PS5-Version (auf Artikelseite 3).

15:50
Everspace 2 | REVIEW | Freelancer mit einem Schuss Diablo

Story: Licht und Schatten

Everspace 2 (jetzt kaufen 45,85 € ) knüpft zwar an die Geschichte des ersten Teils an, doch man kommt auch problemlos ohne Vorkenntnisse klar. Ihr spielt wieder Adam Roslin, einen entflohenen Klon, der sich mittlerweile ein neues Leben als freischaffender Weltraum-Pilot aufgebaut hat. Doch der Frieden hält natürlich nicht lang, Adam muss erneut die Flucht antreten und lässt sich in seiner Not auf einen waghalsigen Plan ein, der ihn - wen wundert's - immer tiefer in einen galaktischen Konflikt hineinzieht. Ehe man sich versieht, geht es plötzlich um Gaunersyndikate, machthungrige Konzerne, religiöse Fanatiker und um lange vergessene Alien-Völker - anders gesagt, es geht um Dinge, die ich schon zigfach in anderen Spielen erlebt habe, teilweise besser. Trotzdem geht die Story völlig in Ordnung, denn sie hält das Abenteuer gelungen zusammen, und das ist die Hauptsache. Held Adam ist zwar ein hoffnungsloser Mary-Sue-Charakter, der wirklich alles und jedem unter die Arme greift und so gut wie nie eigene Entscheidungen treffen darf, aber dafür hat er eine ganz große Stärke: Seine Rolle ist ausgezeichnet vertont, der deutsche Sprecher legt sich wirklich ins Zeug! Das kann ich zwar leider nicht über alle Figuren sagen, da einige Dialoge schon ziemlich steif und abgelesen klingen, doch zumindest gibt es wieder mal eine ordentliche deutsche Vollvertonung - und das allein ist schon viel wert.

Quelle: PC GamesZwischensequenzen werden mit spärlich animierten Artworks inszeniert. Immerhin gibt es aber vollständige deutsche Sprachausgabe.Über die Inszenierung lässt sich allerdings streiten: Es gibt zwar erfreulich viele Zwischensequenzen, doch die bestehen allesamt aus spärlich animierten Artworks. Das ist zwar alles andere als packend, allerdings kann ich den Gedanken dahinter gut verstehen: Den Entwicklern war es offensichtlich wichtiger, ihr Budget nicht für teure Cinematics zu verpulvern, sondern die Kohle lieber in Gameplay, Inhalte und Technik zu stecken. Ich sage: völlig richtig so.

Viel zu entdecken

Anders als das erste Everspace erwartet euch diesmal kein Rogue-lite mit zufallsgenerierten Umgebungen, in dem ihr immer wieder von vorn anfangt. Stattdessen gibt's ein zusammenhängendes Abenteuer, das klassisch von Anfang bis Ende durcherzählt wird. Die Spielwelt ist nun in mehrere große Sektoren unterteilt, die mit verschiedensten Schauplätzen zugepflastert sind und die man nur über einen Reisemodus ansteuern kann. In dieser Zeit ist das Schiff außer Gefahr und auf Autopilot, allerdings gibt es hier außer ein paar Dialogen auch nichts, um sich sinnvoll zu beschäftigen. Das Umherfliegen zwischen den Locations wirkt darum anfangs etwas lahm. Deutlich später im Spiel kann man aber zumindest zwei nützliche Schnellreisesysteme freischalten, die sorgen für deutlich mehr Tempo und hätten für meinen Geschmack ruhig früher kommen dürfen.

Quelle: PC GamesDie Spielwelt ist nicht aus einem Guss. Um andere Orte zu erreichen, muss man in einen speziellen Reisemodus wechseln.

Trotz langer Flugzeiten lohnt sich das Umherreisen: Jede Zone bietet Dutzende Locations, allesamt von Hand und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Natürlich gibt es auch ein paar unspektakuläre Asteroidenfelder, doch die verblassen angesichts der übrigen Schauplätze, die Rockfish da gezaubert hat: Prächtige Raumstationen und Industrieanlagen, imposante Tempel oder gespenstische Wracks von Großkampfschiffen, die leblos durchs All treiben - das sind Kulissen, von dem ein Freelancer nur träumen kann.

Man darf sogar auf einigen Planeten landen, hier gibt es dann richtig schicke Eis-, Wüsten- und Vulkanlandschaften zu erkunden. Einmal war ich auf einem stürmischen Wasserplaneten unterwegs, wo ich sogar mit meinem Schiff abtauchen durfte - richtig cool! Auf den meisten Planeten gibt es außerdem unterirdische Stollen und Schächte, die man mit ruhiger Hand erkunden muss. Überhaupt wimmelt es in Everspace 2 nur so vor "Indoor-Locations", immer wieder muss man sich da im Descent-Stil durch enge Frachträume quetschen oder durch verschlungene Höhlen in riesigen Asteroiden navigieren. Schon mal viel Glück an alle, die keinen Sinn für räumliche Orientierung haben - nach Everspace 2 habt ihr einen!

Quelle: PC GamesAuch wenn es sich um klar abgesteckte Levels handelt, wirken die Planetenoberflächen weitläufig und bieten einiges zum Erkunden.

Action satt

In den meisten Locations treiben sich Gegner herum, die euch in wunderbar unkomplizierte Dogfights verstricken. Die Action spielt sich zwar nicht ganz so flott wie in Chorus, punktet aber mit ordentlicher Gegnervielfalt und einer befriedigenden Waffenauswahl. Es gibt reichlich Laser, Miniguns, Shotguns, Scharfschützen-Blaster, Raketen, Minen und so weiter, da sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Das Geballer geht mit Maus und Tastatur übrigens am besten von der Hand. Eine Gamepad-Steuerung ist zwar ebenfalls an Bord, wirkt aber noch nicht ausgereift - kein Wunder, die Konsolenumsetzungen für PS5 und Xbox Series S/X sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen.

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